Tag 7 - Montholier / Cascades du Hérisson

Heute habe ich mir nach der 160km-Tour von gestern nochmal fahrradfrei gegönnt, also jedenfalls fast. Da gestern Feiertag war, konnte ich nicht einkaufen und musste dies heute erledigen. Der nächste Supermarkt ist 13km entfernt und ich war um 10 Uhr mit Claude und Robin (Vater und Sohn aus dem Elsass, die beiden, die deutsch können, Freunde von der Inhaberin Patricia) verabredet, um mir die Wasserfälle anzuschauen. Also bin ich heute morgen um 7 Uhr aufgestanden, da ich ca. 45 min (eine Strecke) zum Supermarkt radeln musste (ich hatte nämlich nichts mehr zum frühstücken).

Wir sind dann (mit dem Auto) in Richtung der Wasserfälle aufgebrochen und dort wandern gegangen. Die Bilder sprechen glaube ich für sich.

Auf dem Rückweg haben wir einen Stopp in Poligny gemacht und in der Innenstadt ein Bier getrunken. Hier haben wir uns über Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Frankreich und Deutschland ausgetauscht. Claude meinte, die Franzosen meckern immerzu und beschweren sich über alles - da habe ich nur entgegnet, dass sich beschweren in Deutschland Volkssport ist. Ich glaube, auch davon abgesehen gibt es so viele (positivere) Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Ländern. Wir haben dann noch einen Stopp im Supermarkt gemacht, um für das Abendessen einzukaufen. Claude (der Vater) ist gelernter Koch und hat darauf bestanden, mir etwas veganes zu kochen, damit ich mitessen kann (ich hatte auf die Einladung zum Essen zunächst gesagt, dass ich mich gerne dazusetze, aber sie sich nicht nach mir richten sollen und ich mein eigenes Essen zubereite). 

Zurück beim Gamping (nein, ich habe mich nicht verschrieben, das steht für Camping im Garten), haben Patricia, ihre Mutter und Claude gekocht - Robin und ich haben währenddessen Bier getrunken (ich hatte meine Hilfe aber angeboten). Da auch Patricias Mutter nur französisch spricht, kam ich nicht umher, mich sprachlich anzupassen. Es lief immer besser. Ich glaube, nach den drei Wochen kann ich es wieder halbwegs. Ich bin echt fasziniert, wie selbstverständlich und herzlich ich hier aufgenommen wurde. Ich denke, das wäre anders gewesen, wenn ich nicht allein unterwegs wäre. Vielleicht wäre es auch anders, wenn ich mir mit der Sprache nicht so viel Mühe gegeben hätte. So kann ich einen noch tieferen Einblick in die Kultur und das Leben der Leute gewinnen und mache nicht einfach nur Urlaub, sondern sitze mit der ganzen Family vor Ort am Tisch. Ich habe leider keine Fotos gemacht, ich war zu sehr damit beschäftigt, eine gute Zeit zu haben.


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Tag 3 - Kehl bis Soultzmatt - ca. 100km

Tag 16/17/18 - Saint Andiol bis Toulouse - ca. 430km

Tag 19-23 - Toulouse bis Bayonne - ca. 400km