Herzlich Willkommen!

Hallo zusammen,

wie bereits angekündigt, habe ich mir einen Blog erstellt, um euch ein wenig an meinen Reisen dieses Jahr teilhaben zu lassen. Es geht zunächst mit Rad & Zelt nach Lissabon und danach nochmal nach Thailand. Wie kam mir diese Idee mit der Radreise, für die ich jetzt schon mehrfach für verrückt erklärt wurde?

1. Wieso eine Radreise?

Nach dem 2. Staatsexamen im November 2023 habe ich zunächst ein paar Monate als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Anwältin gearbeitet, Geld zurückgelegt (auch vor dem Job natürlich schon) und mir überlegt, dass ich das Geld lieber in eine größere Reise, als in einen LLM (Master of Laws) stecken möchte, da ich nach 9 Jahren Jura nicht mehr ganz so motiviert war, nochmal eine Uni zu besuchen.

Dann gab es zahlreiche Optionen, die aber natürlich zu meinen finanziellen Möglichkeiten passen mussten. Ein weiterer Punkt, der mir wichtig war ist, dass ich es mit den Flugreisen nicht übertreiben wollte. Erst hatte ich überlegt, Work&Travel-mäßig zu arbeiten - entweder auf einem Bauern-/Reiterhof oder in einem Surfhostel - das wäre finanziell wohl die beste Variante gewesen. Allerdings wäre man doch viel an einem Ort und durch das Arbeiten auch nicht ganz frei gewesen. Da ich auf jeden Fall auf ein Abenteuer aus war, habe ich mir dann überlegt, dass ich z.B. zu Fuß die Alpen überqueren könnte (möchte ich auch irgendwann noch machen). Letztendlich kam mir dann aber die Idee mit dem Fahrrad. Man sieht viel, man ist schneller unterwegs und etwas flexibler als zu Fuß, es ist umweltverträglich und man hat eine sportliche Herausforderung - für mich der perfekte Plan. Wahrscheinlich ist die Idee trotzdem etwas verrückt, da ich noch nie eine mehrtägige Fahrradtour gemacht habe. Meine weiteste Tour waren ca. 200km an einem Tag mit Mamas altem Fahrrad - das habe ich sehr gut weggesteckt, habe mich am nächsten Tag auch nicht anders gefühlt, als nach einem Fußballspiel. Da hat zB der Marathon 2019 mich deutlich mehr weggehauen, obwohl ich gut vorbereitet war. Fit genug sein müsste ich grundsätzlich, aber ich werde natürlich trotzdem merken, dass ich es nicht gewohnt bin, so viel auf dem Rad zu sitzen und werde einige Pausen einlegen müssen.

2. Wieso nach Lissabon?

Die Leute, die mich kennen, wissen, dass Lissabon meine absolute Lieblingsstadt auf Erden ist (habe dort 2016/2017 ein Erasmussemester verbringen dürfen und versuche seitdem, regelmäßig dort zu sein). Die Distanz passte gut in meinen Zeitplan (ca. 3500km, je nachdem wie die genaue Route am Ende aussieht) und für meine erste Radreise habe ich mich sicherer damit gefühlt, erstmal durch Länder zu fahren, in denen ich schon war und in denen ich die Sprachen halbwegs kann. Ganz davon abgesehen wird mich meine Route durch wirklich tolle Landschaften und Städte führen und auch wettermäßig ist die Route denke ich keine schlechte Idee.

3. Wieso mit dem Zelt?

Zunächst hatte ich vor, in Pensionen, Hostels und Hotels zu übernachten. Dann ist mir aufgefallen, dass das etwas zu teuer wird und ich vielleicht doch besser campen sollte. Ich war erst nicht sonderlich angetan von der Idee, da ich zelten auf Festivals doch eher ätzend fand (dazu muss man aber auch sagen, ich hatte auf den Festivals, auf denen ich war, kein einziges Mal Glück mit dem Wetter. Entweder ist alles im Matsch versunken, es hat nur geschüttet oder es waren nachts nur 3-5 Grad). Mittlerweile habe ich aber total Lust aufs Zelten, seitdem ich mir meine ersten Camping-Spots rausgesucht habe. Ich habe mir die Plätze für die erste Woche über die Internetseite campspace gebucht - das kann teilweise deutlich günstiger sein als ein normaler Campingplatz und man campt dort auf privaten Grundstücken. Oft hat man dadurch auch Zugang zu den sanitären Anlagen im Haus und einen freundlichen Ansprechpartner vor Ort. Ich werde berichten, wie es damit so läuft!

4. Was passiert als nächstes?

Ich bin gerade dabei, mich final auf die Reise vorzubereiten. Im nächsten Post werde ich beschreiben, was ich für die 6 Wochen Fahrt alles mitnehmen werde (Spoiler: nicht viel) und welche Vorbereitungen sonst so zu erledigen sind.

Bis bald,

Lotte

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